Questionmark Perception
Oct 16 2018 |
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Introduction


Quickscan HAVO Duits

Question

1

Der BGH1) zeigt sich tierlieb

Auch Richter sind Menschen, und Menschen gehen manchmal ins Kino. Besonders viele Menschen, fünf Millionen in Deutschland, gingen ins Kino, um Ratatouille zu sehen, den Film über die Ratte Remy, die trotz ihrer Herkunft aus kleinen Verhältnissen ein großer Koch wird. Diese Ratte lebt ihren Traum, und seither träumen Tausende Kinder davon, einen Remy zu besitzen. Ohne den Mitgliedern des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe zu nahe treten zu wollen: Kann es in dieser Lage Zufall sein, dass sie in der vergangenen Woche entschieden, Mieter dürften fortan ohne Genehmigung ihres Vermieters Kleintiere in der Wohnung halten? Und kann es außerdem Zufall sein, dass die Haltung von Katzen und Hunden dagegen, den natürlichen Feinden der Ratte, weiterhin nur in Abstimmung mit dem Vermieter möglich ist?.
Wird der kleine Remy nun bald Hund und Katze vom heimischen Herd verdrängen? So schnell wohl nicht. Es gibt zwar genug Aspiranten auf ein gemütliches Plätzchen: Infolge warmer Winter und zunehmender Resistenz gegen Gift stieg die Zahl der Ratten in Deutschland in den vergangenen Jahren auf geschätzte 300 Millionen. Und in Städten wie Berlin gilt die Faustregel, auf jeden Einwohner komme eine Ratte, schon lange nicht mehr. [1] werden viele Käfige leer bleiben, denn für die Haushaltung sind nur Zuchtratten geeignet, und die sind angesichts der sprunghaft gestiegenen Nachfrage knapp. Eines hat Remy trotzdem geschafft: Er hat uns gelehrt zu lieben, was wir hassten.

1) BGH = Bundesgerichtshof: het hoogste gerechtshof in Duitsland.


Was ist eine direkte Folge des Films „Ratatouille“?

Question

2
Welches der folgenden Wörter passt bei [1]?

Question

3
Gott speichert die Königin

Wie, Sie übersetzen noch mit dem Wörterbuch? Aber dafür gibt es doch heute das Internet! Ein paar Klicks und schon sind Sie schlauer – nun ja, manchmal jedenfalls…

Es gibt ja Leute, die glauben, dass Computer irgendwann die Weltherrschaft übernehmen. Alles wird heute digitalisiert, automatisiert und modernisiert, PC-Programme erledigen in Sekunden, wofür Menschen früher Stunden brauchten – und das Beste: Sie stellen keine Fragen. Auch Ute Brammertz, Übersetzerin aus Oxford, machte die aktuelle Entwicklung Sorgen. Schließlich gibt es im Internet zahllose kostenlose Übersetzungsmaschinen – würde ihr Job bald überflüssig werden? Bei einem Glas Wein vertraute sie sich einer Freundin an, und die beiden beschlossen, sich den Feind einmal genauer anzusehen. Einen ganzen Abend lang stellten sie Übersetzungsmaschinen wie „Freetranslation.com“, oder „Google Sprachtools“ auf die Probe. Sie gaben Redewendungen ein, Namen, Filmtitel, Songtexte – und erhielten oft erstaunliche Ergebnisse. So erstaunlich, dass Brammertz sie anderen Menschen nicht vorenthalten wollte und in einem sehr vergnüglichen Buch1) zusammengefasst hat.
Darin erfährt man zum Beispiel, was die Briten bei ihrer Nationalhymne stets so inbrünstig singen. Nämlich: „Gott speichert die Königin!“ Und wussten Sie, dass das Oberhaupt der Engländer im „Kompensationsschinkenpalast“ wohnt? Und Kollege Tony Blair in der „Niederwerfenden Straße“?
Sorgen um ihren Job macht sich Brammertz übrigens nicht mehr. „Übersetzungsmaschinen sind [1], wenn man sich von einem Text einen groben Überblick verschaffen will“, so die 32-Jährige. „Aber einen Roman wird man auf diese Weise wohl nie übersetzen können.“ Denn dafür braucht man vor allem eines: menschlichen Verstand.

1) Ute Brammertz: „God save the Queen – Gott speichert die Königin“, Cadeau Verlag/Hoffmann & Campe, 6,99 Euro


Welche Aussage über Ute Brammertz trifft den Kern des Textes?

Question

4
Welches der folgenden Wörter passt bei [1]?

Question

5
Keine halben Sachen

In der U-Bahn wechsle ich sofort den Platz, wenn in der Nähe jemand telefoniert. Nicht, dass es ohne Reiz wäre, einer internen geschäftlichen Schurkerei oder einem knisternden Ehestreit beizuwohnen, meine Neugier ist grenzenlos. Unerträglich sind nur diese halben Sachen. Man hört ihre spitzen Fragen („Und? Durfte die Schneider vom Vertrieb auch wieder mit nach Köln? Warum war eigentlich auch am Abend das Handy ausgestellt?“) und dann geht die Grübelei los. War die Schneider nun mit in Köln? Zieht sich der Ehemann geschickt aus der Affäre? Einmal wurde ich Zeuge einer telefonischen Kündigung. Als es klingelte, erhob sich der junge Mann und nahm Haltung an. Es fielen Satzfetzen wie „unerklärlich … ein Versehen … nicht wiederholen“ und schließlich entsetzt: „Was soll das heißen?“ Die Fahrgäste ließen ihre Zeitungen sinken und blickten interessiert auf. Hatte er nun eine Kundin um ihr Vermögen gebracht oder nur eine Akte falsch abgelegt? War er das Schwein oder der andere? Daher ein Appell an die Hersteller: Handys brauchen Freisprechanlagen, die sich nicht abschalten lassen.
Wie lässt sich der Ton dieser Sätze charakterisieren?

Question

6
Schnell zurück ins Nest



Eine Gruppe von Felsenpinguinen (Eudyptes chrysochome) watschelt über den Strand von Saunders Island im Südatlantik. Mit dieser Aufnahme gewann der Fotograf Solvin Zankl aus Marburg den Wettbewerb „Shell Wildlife Photographer of the Year 2006“ in der Kategorie Vögel.
Die fotografierten Pinguine kehren von der Nahrungssuche im Meer zu ihren Nistplätzen auf den Felsen der Insel vor Argentiniens Küste zurück. Dabei gilt es schnell zu sein, denn im Flachwasser lauern hungrige Schwertwale und Seeleoparden auf Unvorsichtige und Nachzügler. Je mehr Vögel gleichzeitig den Gefahrenbereich zwischen dem offenen Meer und dem sicheren Strand durchqueren, desto größer ist ihre Chance, den Jägern zu entwischen. Denn im Gewimmel der potenziellen Opfer fällt es den Angreifern schwer, Beute zu machen.
Die auch Felsenspringer genannten Pinguine bauen aus Steinen und Stöcken flache Nistmulden auf Felsvorsprüngen von Klippen. Die Weibchen legen zwei unterschiedlich große, bläulich-weiße Eier; meist wächst jedoch nur ein Küken heran. Beim Brüten wechseln sich die Partner ab – einer bleibt auf dem Nest sitzen, der andere geht im Meer auf Fischfang. Der Schichtwechsel erfolgt bei allen Paaren einer Brutkolonie gleichzeitig: Aus Sicherheitsgründen kommen und gehen die Tiere stets gemeinsam.


Auf welche Frage gibt der Text eine Antwort?

Question

7
„Schnell zurück ins Nest“ (Titel)
Warum beeilen sich die Pinguine?

Question

8
Das Layout:
"Sehr gut und übersichtlich"


Stellungnahmen am Lesertelefon

Endlich etwas für Kinder
Yvonne Leon, Lehrerin aus Reinickendorf, war die erste Leserin, die anrief - um 6.25 Uhr: "Ich wollte Ihnen nur herzlich zur neuen Berliner Morgenpost gratulieren. Bisher habe ich mir am Wochenende immer andere Zeitungen gekauft, die etwas für Kinder gemacht haben. Das muß ich ja nun angesichts der neuen Kinderpost nicht mehr. Übrigens nehme ich Ihre Zeitung sehr oft mit in die Schule."

Die Farben flimmern
Joachim Gutzeit aus Rudow: "Ich muß mich noch an die neuen Farben gewöhnen. Es flimmert leicht. Ansonsten bin ich mit dem neuen Layout zufrieden. Auch die neue Morgenpost ist eine journalistisch gut gemachte Zeitung."

Leserforum verbessert
Axel Schütt, Rentner aus Kreuzberg: "Das Leserforum ist noch besser geworden. Jetzt hat die Morgenpost mehr Leserbriefe als früher, und auch farblich ist die Seite sehr gelungen."

Sieht frisch aus
Helma Griesert, kaufmännische Angestellte aus Marienfelder: "Ich hatte schon von der geplanten Neugestaltung gehört und war deshalb schon sehr gespannt: Sie sieht frisch aus, die neue Morgenpost, und das ist gut so: Denn Berlin sollte frisch sein. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, daß sie mit dieser neuen Zeitung noch mehr Erfolg haben."

Gelb auf Weiß schwer lesbar
Doris Köhler, Gedächtnistrainerin aus Frohnau: "Leider brauche ich jetzt eine Lupe, um das Datum der Zeitung entziffern zu können. Gelbe Schrift auf weißem Grund läßt sich schwer lesen. Schade, daß Kasupke nicht mehr farblich unterlegt ist."

Zeilenabstand besser
Michael von Bleichert, Grafiker aus Lichtenfelde: "Die Buchstaben der Bildunterschriften laufen optisch ineinander. Damit sind sie nicht mehr zu lesen. Dafür ist der Zeilenabstand in den Fließtexten besser geworden. Die Zeitung wirkt kleiner als vorher."

Landesliga fehlt
Jürgen Boehlke, Rentner und Fußballfan aus Tempelhof, vermißt viele Ergebnisse und Tabellen von dem vergangenen Spieltag: "Die Ergebnisse hören bei der Verbandsliga auf. Und was ist mit den Landesliga- Ergebnissen?"
Anmerkung der Redaktion: Werden heute nachgeholt, stehen künftig natürlich auch in der neuen Morgenpost.

Neue Rechtschreibung?
Lars Günter, Verwaltungsangestellter aus Zeschdorf: "Ich finde das neue Layout ganz in Ordnung. Wann stellen Sie denn jetzt auf die neue Rechtschreibung um?"
Anmerkung der Redaktion: Noch in diesem Sommer, voraussichtlich Anfang August.

De Berlijnse krant “Berliner Morgenpost” heeft gekozen voor een nieuwe
opmaak. opmaak.
Welke lezer(s) is/zijn niet helemaal tevreden over deze nieuwe
opmaak? Kruis de naam / de namen aan.